Gleiches Geld für gleiche und gleichwertige Arbeit?

11. März 2015 um 17:03

Equal Pay DayDer Equal PAY Day 2015 und was Frauen wirklich verdienen…

Am 20. März 2015 ist Equal Pay Day – der Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland rein rechnerisch bei einer Lohnlücke von fast 22 Prozent umsonst arbeiten müssen, um dasselbe Einkommen zu erzielen, das Männer mit vergleichbaren Jobs bereits zum Jahresende in der Geldbörse hatten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellt fest: „Die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern hat sich gegenüber dem Stand vor 15 Jahren kaum verändert.“

Bundesministerin Manuela Schwesig und die Business and Professional Women Germany rufen deshalb zu bundesweiten Aktionen auf, die auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern in Deutschland aufmerksam machen. Im Fokus des Aktionstags steht das Thema Transparenz.

Und was verdienen Sie?

Diese Frage wird in Deutschland selten gestellt und äußerst ungern beantwortet. Eine Folge dieses Tabus: Viele Frauen formulieren ihre Gehaltsforderungen zaghafter und stufen sich ohne Vergleichsbasis niedriger ein als Männer. Doch nicht nur für die individuelle Verhandlungsstärke bedeutet Gehaltstransparenz einen Gewinn. Um die schlechtere Bewertung typischer Frauenberufe endlich zu überwinden, müssen Tarifverträge und Arbeitsbewertungsverfahren nachvollziehbar sein: Welche Leistung wird wie vergütet?

Das Motto der diesjährigen Equal Pay Day Kampagne lautet deshalb Spiel mit offenen Karten:

Was verdienen Frauen und Männer?

Bundesministerin Manuela Schwesig betont: „Wenn gleichwertige Arbeit in unserem Land gleich bezahlt wird, dann ist es nicht nur gut für die Frauen, sondern für die ganze Gesellschaft. Am Equal Pay Day fordern wir keine Sonderrechte – sondern Gleichbehandlung. In diesem Sinne möchte ich alle aufrufen, am 20. März gemeinsam für eine faire Bezahlung von Frauen und Männern zu streiten.“

Der Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. initiierte den Equal Pay Day 2008 erstmals in Deutschland. Seitdem wächst die Zahl und Vielfalt der Veranstaltungen von Jahr zu Jahr. Henrike von Platen, Präsidentin des Frauennetzwerks, erwartet auch dieses Mal wieder über 1.000 Aktionen in hunderten deutschen Städten und Gemeinden: „Die Lohnlücke von 22 Prozent zu schließen, ist ein zäher Kampf, der den Frauen nicht allein gelingen kann. Sowohl Frauen als auch Männer, Unternehmen, Politik und Sozialpartner sind eingeladen, am Equal Pay Day zusammen für eine gleichberechtigte Zukunft einzutreten.“
Anschauliche Informationen zum Schwerpunktthema Transparenz bietet die Kampagnen – Website www.equalpayday.de.

Im Toolkit wird Material für die Planung von Veranstaltungen bereitgestellt. Alle Vorträge der EPD Foren sind als Videos in der Mediathek verfügbar. Live mitdiskutieren können Interessierte in den kommenden Wochen bei weiteren Veranstaltungen, die das Forum Equal Pay Day mit diversen Partnern organisiert.

Die Termine und Programme finden Sie hier.

Zur Online-Umfrage von  Frauenlohnspiegel   der Böcklerstiftung

Link zum Frauennetzwerk BPW

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