Sich selbst und Mitarbeiter gesund führen

17. März 2014 um 15:10 von Gerlinde Rau

Gesundes TeamBetriebliches Gesundheitsmanagement ist zurzeit ein Topthema in Unternehmen. Kein Wunder, denn psychische, meist mit Stress in Verbindung gebrachte Krankheiten sind inzwischen so häufig, wie noch nie und führen vermehrt zu Arbeitsausfällen und Demotivation – der Lösungsdruck ist hoch.

 Im Rahmen von betrieblichem Gesundheitsmanagement werden daher immer differenzierte Maßnahmen in Unternehmen ergriffen. Das Angebot des Unternehmens muss allerdings von den Führungskräften und Mitarbeitern auch wahrgenommen und in den Alltag integriert werden, sonst entfalten sich keine positiven Wirkungen. Dies klingt einfach, ist aber mit der Arbeitssituation nicht immer in Einklang zu bringen. Eine neue Haltung muss entwickelt werden,  emotionale und körperliche Bedürfnisse sind ernst zu nehmen und Kompetenzen des Selbstmanagements sind einzuüben und zu praktizieren. Das Unternehmen trägt durch eine förderliche Unternehmenskultur für die Umsetzung des Gesundheitsmanagements eine wesentliche Verantwortung.

Was kann nun die betroffene einzelne Führungskraft für sich und ihre Mitarbeiter konkret tun:

Als Führungskraft Vorbild sein und sich selbst gesund führen. Dazu gehört ein radikales Überdenken des eigenen Arbeitsstils und gezielte, evt. Extern unterstützte Entwicklung von neuen Strategien, Haltungen und Verhaltensweisen. Hilfreich ist in einem ersten Schritt sich Fragen zu stellen: Was treibt mich an (Perfektion, Geschwindigkeit, Anerkennung, Konkurrenz, Durchhalten…)? Wie gut kann ich abgeben, um Hilfe bitten? Wie gut kann ich „Nein-sagen“, Grenzen aufzeigen? Womit verbringe ich gerne Zeit und ist dies effektiv? Wie möchte ich idealerweise arbeiten? Wer möchte ich sein?

 Als Vorbild gibt die Führungskraft ihren Mitarbeitern Orientierung und damit Sicherheit, eigene Wege zu entwickeln. Wie können Sie Ihre Mitarbeiter konkret unterstützen?

 Gehen Sie vor allem in die Coach Rolle. Führen Sie häufiger „kleine“ Mitarbeitergespräche, mit dem Ziel gesundheitsschädliches Verhalten zu erkennen und ein passendes Vorgehen gemeinsam zu entwickeln. Bleiben Sie dran, fragen Sie nach, beobachten Sie die Entwicklung. Machen Sie das Thema „Gesundheit“ zu einem regelmäßigen Thema in Ihren Teammeetings. Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern ein Verständnis zu dem Thema und definieren Sie eine Strategie „Was wollen wir uns für diese Jahr vornehmen?“ Dies können Methoden der wertschätzenden Kommunikation, Bearbeitung von Konflikten, der gemeinsame Spaziergang mit einem Kollegen nach dem Mittagessen etc. sein. Sie glauben nicht, wie kreativ ein Team werden kann, wenn Sie die Leitfragen stellen: „Was können wir tun, damit es uns hier gut geht?“ Beobachten Sie die Wirkungen und reflektieren Sie diese mit Ihren Mitarbeitern. Gesundheitsmanagement ist letztendlich Lebensmanagement!

Von: Michael Fischer und Viva Fialka, Managementtrainer und Berater

E-learning-Reihe: Menschen mit Suchtproblemen…

28. Februar 2014 um 15:14 von Gerlinde Rau

Fotolia_57139989_XS_websind überall in der Arbeitswelt und auf allen Hierarchieebenen zu finden. Bei den Suchtproblemen bzw. den sogenannten stoffgebundenen Süchten steht der Alkohol seit den Anfängen der betrieblichen Suchtarbeit – ja seit Bestehen der Menschheit unangefochten an der Spitze. Mittlerweile schätzt man den Anteil der von Alkohol gefährdeten oder alkoholabhängigen Werktätigen auf 10%. Und ein Alkoholabhängiger bleibt 16-mal häufiger vom Arbeitsplatz fern als sein gesunder Kollege. Unternehmen wissen also, dass es sehr kostspielig werden kann, wenn man das Thema „Sucht“ im Betrieb nicht zum Thema macht und auch keine Konzepte und Handlungsleitfäden zur Verfügung hat. Wenn jedoch Führungskräfte frühzeitig intervenieren und professionelle Hilfe angeboten wird, gibt man Betroffenen eine realistische Chance für den Verbleib bzw. den Wiedereinstieg in ihre berufliche und soziale Umwelt – und damit die Chance für ein zufriedenes erfülltes Leben. Nur – wie handelt man professionell und wann finden Führungskräfte die Zeit, sich zu dieser Problematik angemessener schulen zu lassen? Jetzt gibt es ein E-learning-Angebot, das ein Lernen in Etappen – oder mit speziellen Fragestellungen ermöglicht.

Zwei Experten haben eine E-learning-Reihe mit 18 Lektionen für Führungskräfte realisiert, damit sich Teilnehmer durch die einzelnen Lektionen vertieft mit der Alkohol- und Suchtproblematik auseinandersetzen können. B.M. Samberger (Systemischer Berater und Therapeut) und B. Schuster (Suchtexpertin und Coach) arbeiten seit vielen Jahren als Referenten und führen offenen und firmeninterne Seminare für Führungskräfte und Betriebsräte zu den Schwerpunkten Sucht, Mobbing und Gesundheitsmanagement durch.

Ziel dieser Reihe ist es, dass Symptome der Abhängigkeit schneller erkannt werden und die Fähigkeit entwickelt wird, auf die Betroffenen zuzugehen und sie auf ihr Problem anzusprechen. Wesentliche Stationen in der Suchtbehandlungskette und zuständige suchtrelevante Einrichtungen werden vorgestellt. Es gibt zudem Informationen, um in geeigneter Form Schulungen für Mitarbeiter zu initiieren bzw. durchzuführen und Hinweise für die Erarbeitung betrieblicher Gesundheitsprogramme. Die eigene Rolle als Führungskraft innerhalb eines betrieblichen Suchtpräventions- und -interventionsprogramms wird thematisiert.

Mehr Informationen, wie die Lektionen zum Thema „Suchtmittelmissbrauch im Betrieb“ aufgebaut sind  und die Lektion 6 finden Sie unter:

www.elearning-sucht.de

Moderne Teamentwicklung

25. Februar 2014 um 10:21 von Sina Zimmermann

Fotolia_60839636_XS_InternetSperren Sie Ihre Mitarbeiter doch einfach mal ein! Nein, nicht weil Sie endlich mal Ruhe vor ihnen haben möchten und ja, sie werden auch wieder freigelassen…“Life-Exit-Spiele“ nennt sich diese Art der modernen Teamentwicklung, die von den Brüdern Abel und Laszlo Roszasunter dem Namen HintQuest nach Deutschland gebracht wurde. Dabei werden Gruppen von 2-6 Personen gemeinsam in einen Wohnzimmer-ähnlichen Raum gesperrt. Sie haben eine Stunde Zeit, um gemeinsam den Schlüssel zu finden, der sie wieder in die Freiheit entlässt. Dazu müssen sie Rätsel lösen, Codes und Schlösser knacken. Details werden selbstverständlich vorab nicht verraten. Das Konzept mag den einen oder anderen vielleicht an die „Saw“-Filme erinnern, aber keine Angst, hier geht es völlig friedlich und verletzungsfrei zu. Falls die Teams sich auf der völlig falschen Fährte befinden, erhalten sie während des Spiels Hinweise, sodass sie definitv nicht ungewollt in dem Raum übernachten müssen.

Über einen Monitor im Empfangsraum verfolgt einer der Brüder stets das Geschehen. Dabei beobachten sie das, was Studien schon lange für die Arbeitswelt belegen: Geschlechtergemischte Teams haben größere Chancen, die Aufgaben zu lösen. Während Männer den Beobachtungen der Brüder zufolge eher kombinierend und denkend auf dem Sofa sitzen, suchen Frauen schneller und besser das Zimmer auf Hinweise ab. Die Kombination aus beiden Verhaltensweisen führt am schnellsten zum Erfolg. Natürlich bringen aber auch geschlechterunabhängig alle einzelnen Personen ihre individuellen und manchmal von den Kollegen ungeahnten Fähigkeiten in das Spiel ein. Und ohne konstruktive Zusammenarbeit kommt keiner ans Ziel.

Wirtschafts- und Organisationspsychologen sagen, dass Kollegen, die gemeinsam etwas erlebt und geschafft haben, sich mehr zutrauen, was wiederum die Attraktivität der Gruppe steigere. Entsprechend beliebt sind ja auch bereits diverse Teamentwicklungsmaßnahmen wie zum Beispiel klettern im Hochseilgarten, Floßbau oder ähnliches. Eine innovative Alternative bietet nun HintQuest, bisher allerdings nur in München ansässig. Eine Expansion ist jedoch in Planung.

http://www.zeit.de/2014/07/live-exit-spiel-gruender-teamentwicklung

Warum ist Familienfreundlichkeit für die Wirtschaft so wichtig?

18. Februar 2014 um 18:26 von Gerlinde Rau

Vereinbarkeit-Familie-und-Beruf Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hängt entscheiden von gut ausgebildeten Arbeitnehmern ab. Vor allem im Bereich der Hochqualifizierten sind Fachkräfteengpässe bereits heute deutlich spürbar. Umso mehr gilt es zu vermeiden, dass Fachkräfte wegen fehlender Vereinbarkeit von Beruf und Familie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen!

Deutschland kann es sich insbesondere nicht mehr leisten, auf die Arbeitskraft sehr gut ausgebildeter Frauen zu verzichten. Die BDA-Broschüre zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ hebt die Bedeutung des Handlungsbereichs für Unternehmen wie Gesellschaft hervor und befasst sich aus betriebspraktischer Sicht mit den Maßnahmen Familienbewusste Arbeitszeiten – mehr Flexibilität und Motivation, Elternförderung, Kinder- und Angehörigenbetreuung sowie Familienservice und Beratung. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird aufgezeigt, wie durch betriebliche Maßnahmen die Situation von Beschäftigten mit Familienverantwortung verbessert werden kann.

Zudem gibt es Hinweise auf wichtige Netzwerke, Portale und weiterführende Informationen. Auch Arbeitgeberverbände sind bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv. Als Träger oder Kooperationspartner leiten und koordinieren sie Projekte, die Unternehmen darin unterstützen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern

Die Broschüre kann heruntergeladen werden unter www.bda-online.de

Weiterbildung im Betrieb

18. Februar 2014 um 15:36 von Sina Zimmermann

Die berufliche WTitelblatt_berufl_Weiterb_300pxeiterbildung von Mitarbeitern ist aus vielen Gründen wichtig: Arbeit kann effizienter erledigt werden, Unternehmen steigern ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit, Mitarbeiter sind zufriedener und die Attraktivität des Unternehmens für (potenzielle) Mitarbeiter steigt… Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat eine Info- und Toolbox für Personalverantwortliche, Betriebs- und Personalräte veröffentlicht, in welcher Hintergrundinformationen, praxisnahe Methoden, Modelle und Instrumente sowie eine Auswahl an Best-Practice-Beispielen betrieblicher Weiterbildung vorgestellt werden. Eine hilfreiche Zusammenstellung mit weiterführenden links und Quellenhinweisen, die insbesondere für Personalverantwortliche, Betriebs- und Personalräte in kleinen und mittleren Unternehmen Anregungen gibt und über die unterschiedlichen Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung im Betrieb informiert.

Personalakte – der Mitarbeiter in Kurzform

13. Februar 2014 um 17:25 von Gerlinde Rau

PersonalakteViele Mitarbeiter fragen sich, was denn wohl so in ihrer Personalakte steht… und auch Personaler fragen sich manchmal: gehört DAS in die Personalakte? Warum herrscht darüber eigentlich so viel Unsicherheit? Ganz einfach: weil es nirgends so richtig geregelt ist. Ein kleiner Überblick wie die Rechtsprechung das so sieht, kann da hilfreich sein.

Der Inhalt der Personalakte muss das Arbeitsverhältnis betreffen und die Personalakte soll im bestmöglichen Fall dünn bleiben und nicht zum Poesiealbum mutieren oder gar Daten aus dem Privatleben des Arbeitnehmers enthalten. Generell gehören natürlich Arbeitsvertrag, Lebenslauf, Zeugnisse, Weiterbildungen oder auch Abmahnungen in die Personalakte. Der Arbeitnehmer kann gem. § 83 Abs. 1 Satz 1 BetrVG jederzeit Einsicht in seine Personalakte nehmen, eines ganz konkreten Anlasses bedarf es nicht. Sollte es sich um eine elektronisch geführte Personalakte handeln, ergibt sich das Einsichtsrecht zusätzlich aus § 34 Bundesdatenschutzgesetz und darf sich natürlich auch Kopien vom Inhalt der Akte machen. Der Arbeitgeber kann aber veranlassen, dass eine berechtigte Person, z.B. jemand aus der Personalabteilung, bei der Einsicht zugegen ist. Der Arbeitnehmer kann  gem. § 83 Abs. 1 Satz 2 BetrVG ein Betriebsratsmitglied hinzuziehen. Das Betriebsratsmitglied trifft natürlich eine besondere Schweigepflicht über den Inhalt der Personalakte § 83 Abs. 1 Satz 3 BetrVG.

Gem. Abs. 2 kann der Arbeitnehmer sogar verlangen, dass Erklärungen seinerseits zur Personalakte hinzugefügt werden.

Der Arbeitnehmer hat auch ein Schutzrecht vor der Einsicht seiner Personalakte durch unbefugte Dritte. Diese dürfen grundsätzlich nicht in die Personalakte des Arbeitnehmers schauen. Die ständige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts besagt sogar, dass besonders sensible Daten, wie z.B. Fakten, die zu den Gesundheitsdaten gehören, besonders geschützt (etwa in einem geschlossenen Umschlag) werden müssen.

Der Arbeitnehmer hat auch das Recht, dort unberechtigt abgelegte Dinge entfernen zu lassen. Es gibt aber auch Dinge, die zwar in eine Akte gehören, die der Arbeitgeber aber dort nicht für immer und ewig belassen darf. So sind zum Beispiel Abmahnungen „geringerer Art“, wie z.B. eine Abmahnung wegen „zu spät Kommens“ oder „falsch Parkens auf dem Firmengelände“ in der Regel nach ungefähr zwei Jahren zu entfernen. Ein Korrekturrecht des Betroffenen ergibt sich u. A. auch aus § 35 BDSG.

Wo die Akte „abgelegt“ wird, ist im Prinzip für den Inhalt und den Umgang mit der Personalakte egal. Sie kann ganz „altmodisch“ im Schrank hängen oder mittels eines elektronischen Systems geführt werden. Aber Achtung! Eine Besonderheit gibt es noch: Soll das Hängeregister durch ein elektronisches Personalsystem ersetzt werden, so ist zwar teilweise noch umstritten, ob die Mitbestimmung des Betriebsrats zu beachten ist, aber die generelle Meinung sieht allein aus datenschutzrechtlichen Gründen ein Mitbestimmungsrecht als gegeben! Da es sich hierbei um die „Einführung einer technischen Einrichtung“ handelt, hat der Betriebsrat ein echtes Mitbestimmungsrecht gem. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Sollte bei Ihnen die Einführung eines solchen Systems anstehen, denken Sie an die rechtzeitige Unterrichtung des Betriebrats gem. § 80 Abs. 2 BetrVG, der Personalrat bestimmt gem. § 75 Abs. 3 Nr. 17 BPersVG mit.

Demografiefeste Personalpolitik – ein Erfolgsfaktor?

10. Februar 2014 um 18:14 von Gerlinde Rau

BDA_Demografiefeste_PersonalpolitikDer demografische Wandel gehört nach wie vor zu den zentralen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Dieser wird dazu führen, dass die Zahl der Personene im erwerbsfähigen Alter (20 bis 65 Jahre) bis 2030 von aktuell ca. 50 Mio. um rd. 8 Mio. abnehmen wird. Auch deswegen droht eine Fachkräftelücke bis 2030 von rd. 5 Mio. Arbeitskräften. Betriebe müssen sich verstärkt so aufstellen, dass sie in der Lage sind, sich auch bei völlig veränderten Rahmenbedingungen auf den Arbeits- und Ausbildungsmärkten zu behaupten und die erforderlichen Fach- und Führungskräfte sichern zu können. Die Aufgabe ist leicht formuliert, aber recht schwer umzusetzen. Daher ist es gut, dass es immer wieder hilfreiche Beispiele aus der Praxis gibt, die zum Nachmachen oder Adaptieren anregen.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat in der Broschüre „Demografiefeste Personalpolitik – Ein Erfolgsfaktor“ wesentliche Aktivitätsfelder aufgegriffen und aufbereitet.

Angereichert mit zahlreichen Praxisbeispielen bietet diese Broschüre einen fundierten Blick auf den mit zunehmendem Alter einher gehenden Kompetenzwandel, erläutert Altersstrukturanalysen und bietet die Handlungsfelder einer vorausschauenden demografiefesten Personalpolitik. Hier nur einige Stichpunkte: Personalauswahl – Wettbewerb um ältere und jüngere Talente, Lebensphasenorientierter Personaleinsatz, Ältere und jüngere im Team – altersspezifisches Wissen kombinieren, Gesund länger arbeiten, Erhaltung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit durch lebenslanges Lernen.

Zudem gibt es Hinweise auf wichtige Netzwerke, Portale und weiterführende Informationen

Die Broschüre kann heruntergeladen werden unter www.bda-online.de

Drohende Massenarbeitslosigkeit für Recruiter?!?

6. Februar 2014 um 15:21 von Sina Zimmermann

Modern cyber woman with matrix eyeIn der heutigen Zeit werden viele Aufgaben durch Computer und Maschinen übernommen. Sie arbeiten nun mal meist kostengünstiger und effizienter. Aber wollen wir wirklich Maschinen entscheiden lassen, welche Mitarbeiter eingestellt werden und welche nicht? Ja, sagt der Druckerhersteller Xerox. Er setzt nämlich auf komplett elektronifizierte Rekrutierung, um Bewerber für seine Call-Center auszuwählen. Über einen Online-Test wird ermittelt, ob der jeweilige Bewerber über die von der Firma gewünschten Eigenschaften verfügt oder nicht und filtert fein säuberlich alle „ungeeigneten“ Kandidaten aus. Am Ende bleiben nur einige wenige Kandidaten übrig und der Personaler muss nur noch das OK-Knöpfchen drücken, um den vom Kollegen „Recruiting-Roboter“ ausgewählten Mitarbeiter einzustellen. Anschreiben lesen, Lebensläufe und Zeugnisse prüfen, Tests durchführen und auswerten…alles nicht mehr Aufgabe der Personaler, der Computer macht`s. Naja, laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wollen viele Vollzeitbeschäftigte ja ohnehin ihre Arbeitszeit verkürzen…

Aber Ironie beiseite: Natürlich kann eine computerbasierte Vorauswahl Vorteile bringen. Aufgrund des einheitlichen Auswahlprinzips über festgelegte Algorithmen wird die Auswahl objektiver und somit fairer, viele Beurteilungsfehler können ausgeschlossen werden, langwierige Sichtungsprozesse werden deutlich verkürzt und die Arbeit somit effizienter. Hat man also „no-gos“, die ohnehin zu einer Ablehnung des Bewerbers führen würden, findet das Programm diese schnell und erleichtert somit die Arbeit der Recruiter.

Liest man aber in diversen Artikeln über die Bedeutung von einem guten Verhältnis zu Teamkollegen und Vorgesetzten für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz und letztlich auch die Gesundheit, erscheint die Auswahl von Mitarbeitern durch einen Computer doch etwas absurd. Persönlichkeit und Auftreten eines Menschen werden wohl kaum durch den Computer analysiert.

Letztlich sollte also die elektronische Rekrutierung nur Unterstützung in der Vorauswahl, aber kein Ersatz für den menschlichen Recruiter, sein. Sollten das die meisten Arbeitgeber genauso sehen, droht also hoffentlich doch keine Massenarbeitslosigkeit für Recruiter…Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend entwickelt.

Hilfe bei Stress durch E-Learning?

5. Februar 2014 um 16:25 von Gerlinde Rau

StressVielleicht kennen Sie als Führungskräfte diese Situation auch? Von allen Seiten sehen Sie sich einem enormen Druck ausgesetzt: Sie müssen zum einen ihre Zielvorgaben erfüllen oder ihre Ergebnisse gegenüber Ihrem Vorgesetzten rechtfertigen. Gleichzeitig sollen Sie ihre Mitarbeitenden gesund führen und diese vor Überlastung schützen. Und natürlich wollen Sie ja auch selber gesund und leistungsfähig bleiben! Das ist im Alltag mit zunehmender Arbeitsverdichtung wahrlich keine leichte Aufgabe: Auch noch im größten Stress einen ruhigen Kopf bewahren – zugleich einen fürsorglichen Blick auf ihre Mitarbeitenden werfen – wie soll das gehen?
Im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) bietet das Projekt psyGA praxisnahe Unterstützung durch das eLearning-Tool „Förderung der psychischen Gesundheit“ gute Unterstützung! Es liefert leicht verständliche Vorschläge, wie man sich und seine Mitarbeiter vor stressbedingter Überlastung schützen kann, sensibilisiert für die Wahrnehmung von Stress-Signalen und stärkt Ihnen den Rücken für einen angemessenen Umgang mit überlasteten Beschäftigten.
Führungskräfte erhalten außerdem Anregungen für einen veränderten Umgang mit den eigenen Stressoren. Das eigene Verhalten zu ändern ist wichtig – denn Stress kann „ansteckend“ wirken! Stressprävention beginnt folglich immer bei Ihnen als Führungskraft selbst – sorgen Sie dafür, dass sie ihren Stress nicht weitergeben!
Die Bearbeitungszeit des eLearning-Tools beträgt zwischen 45 und 75 Minuten – ohne bzw. mit Bearbeitung von drei Selbst-Checks. Es steht für Sie in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Alles Wissenswerte zum eLearning-Tool ist in einem Booklet zusammengestellt, das Sie hier als PDF herunterladen können: http://psyga.info/ueber-psyga/materialien/psyga-material/elearning-tool/

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt

27. Januar 2014 um 17:03 von Gerlinde Rau

Beobachten Sie in Ihrem Unternehmen auch immer mehr Fälle von Burn-Out und psychischer Erkrankung? Haben Sie sich deshalb als Führungskraft schon mal gefragt, was Sie persönlich tun können, um die Ursachen psychischer Belastungen erkennen und ausräumen zu können? Oder überlegt, wie Sie selber mit unvermeidbaren Belastungen umgehen können, ohne dass Ihr Wohlbefinden oder gar ihre psychische Gesundheit darunter leiden?

Es gibt für diese Fragen einige hilfreiche Informationen, Materialien und ganz konkrete Ratschläge, die Ihnen Ansatzpunkte für eine Verbesserung Ihrer Arbeitssituation bieten können:

 

Im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) setzt sich das Projekt psyGA für eine einen bewussten Umgang mit dem Thema psychische Erkrankungen ein. Zu diesem Zweck bieten sie die folgenden Broschüren an, die ich Ihnen sehr empfehlen kann:

 

psyGA-Praxisordner

Kein Stress mit dem Stress: Lösungen und Tipps für Führungskräfte und Unternehmen

Dieser Praxisordner bietet unter den Schlagworten Motivation, Demografischer Wandel, Work-Life-Balance, Chancengerechtigkeit, Arbeitsverdichtung, Burnout, Konfliktmanagement, Chance Management, Emotionale Überforderung und Selbstmanagement 200 konkrete Tipps und Lösungsansätze, wie die psychische Gesundheit von Beschäftigten durch einen gesundheitsgerechten Führungsstil gefördert werden kann. Ein Exemplar kann man sich kostenlos zusenden lassen, aber der Ordner steht auch zum Download bereit. Unternehmen haben darüber hinaus die Möglichkeit, den Praxisordner auch im eigenen Design zu gestalten und zu verschicken.

 

Mehr Infos unter:

 

http://psyga.info/ueber-psyga/materialien/psyga-material/praxisordner-fuer-fuehrungskraefte/