Sommer, Sonne, Urlaub…

9. Juni 2016 um 15:49 von Paula Schneider

Urlaubsgeld…aber nur noch 41 % der deutschen Arbeitnehmer bekommen Urlaubsgeld. 5% weniger als noch vor 3 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung.

Und erschreckend, aber wahr: Nur jede dritte Frau erhält diese Sonderzahlung, im Gegensatz dazu aber jeder zweite Mann. Und in Westdeutschland (47%) wird häufiger Urlaubsgeld gezahlt als im Osten (27%).

Arbeitnehmer profitieren davon, wenn ihre Arbeitgeber tarifgebunden sind. In Betrieben mit Tarifbindung erhalten 61% der Beschäftigten Urlaubsgeld. In nicht tarifgebundenen Unternehmen sind es hingegen nur 32%. Der Tarifvertrag hat durchaus auch Auswirkung auf die Höhe des Urlaubsgeldes. Die Holz- und Kunststoffindustrie sowie die Druck- und Metallindustrie zahlen die höchsten Beträge, am wenigsten bekommen Arbeitnehmer in der Landwirtschaft und im Steinkohlebergbau.

Verglichen mit dem letzten Jahr hat sich das tarifliche Urlaubsgeld in acht der untersuchten Branchen erhöht, zwischen 2,1%  und 11,1%. In vielen Branchen gab es jedoch keine Erhöhung. Dies hing damit zusammen, dass das Urlaubsgeld teilweise als Festbetrag vereinbart wurde oder im Auswertungszeitraum keine Tarifverhandlungen stattfanden.

Zur Pressemitteilung des WSI (Institut der Hans-Böckler-Stiftung) gelangen Sie  hier

So ticken deutsche Arbeitnehmer

9. Juni 2016 um 14:06 von Ruth Gaupels

ArbeitsmotivationArbeitgeber aufgepasst, eine neue Studie der ManpowerGroup Deutschland, bringt Licht ins Dunkel, was die Arbeitsmotivation der Deutschen angeht.

Beruhigend sicherlich, dass zwei Drittel der Berufstätigen sich stark mit Ihrem Job und ihrem Arbeitgeber identifizieren und dabei größten Wert auf die Unternehmenskultur und –struktur legen. Die Zufriedenheit ist aber stark abhängig von den Produkten bzw. der Dienstleistung des Arbeitgebers. Auch die Arbeitsbedingungen und das Umweltbewusstsein des Unternehmens beeinflussen die Identifikation der Arbeitnehmer.

Und was motiviert die Beschäftigten? Nicht in erster Linie das Geld. Ein gutes Betriebsklima und interessante Tätigkeiten sind zwei Dritteln wichtiger als das Gehalt. Und sogar 80% würden keinen super bezahlten Job ausüben, wenn er langweilig oder zu stressig ist. Zu den Top-Motivationsfaktoren zählen auch flexible Arbeitszeiten sowie das gute Verhältnis zu den Kollegen, gern auch in der Freizeit. Den 45% Ästheten unter uns ist eine ansprechende Raumgestaltung wichtig. Nicht zu unterschätzen ist die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes. Bei den Arbeitnehmern punktet ein moderner PC, WLAN und eine gute Software.

Kennen Sie ihn auch, den Montagsblues? Keine Sorge, damit stehen Sie nicht alleine da. 85% der Berufstätigen haben nach einem netten, erholsamen Wochenende wenig Lust auf den Job. Da hilft nur eins: Augen zu und durch.

Für gute Laune und Elan am Morgen muss für die Meisten Kaffee oder Tee her und idealerweise ein entspanntes Frühstück.

Ist der Arbeitstag dann am Abend erfolgreich bewältigt, gehört für 66% die Berieselung vor dem Fernseher zum Abschaltprogramm. Doch auch die gemeinsame Zeit mit Partner, Familie und Freunden hat am Feierabend einen großen Stellenwert.

Zur kompletten Studie der Manpower Group

Was verdient eigentlich…?

19. Mai 2016 um 9:46 von Ruth Gaupels

euro….wollten Sie bestimmt auch immer schon wissen. Die Bundesagentur für Arbeit hat ein neues interaktives Online-Angebot veröffentlicht, den „Entgeltatlas“.

Dort finden Sie eine Übersicht der Bruttogehälter mehrerer Hundert Berufe. Es zeigt den Mittelwert sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigter im Jahr 2014 an. Von der Startseite, die nur wenige Berufe anzeigt, darf man sich nicht täuschen lassen. Über eine Suchmaske kann man den gewünschten Beruf, gegliedert nach Bundesländern, Geschlecht und Alter abrufen. Die Abfrageergebnisse werden je nach Gusto in grafischer, tabellarischer oder kartografischer Form dargestellt.

Das wird nicht nur Arbeitnehmer sondern auch Arbeitgeber interessieren.

Zum Entgeltatlas

Das macht Sie als Arbeitgeber noch attraktiver

4. April 2016 um 12:13 von Petra Wagner

smileysIst er in Ihrem Unternehmen auch bereits angekommen: Der demografische Wandel, der dafür sorgen wird, dass mittelfristig viele Fachkräfte fehlen werden?

Wenn man sich vor dem Hintergrund die neue Gallup-Studie – den Unternehmen entgehen 99 Milliarden Euro Umsatz, weil sie es nicht schaffen, ihre Mitarbeiter zu motivieren – ansieht, wird offensichtlich, wo Handlungsbedarf besteht.

Neben der Talentsuche wird es immer wichtiger, vorhandene Mitarbeiter zu fördern und an das Unternehmen zu binden. Aus eigener Erfahrung wissen wir alle, dass Mitarbeiter, die körperlich und emotional zufrieden sind, sich stärker im Betrieb engagieren. Das ist wichtig für jede Firma, um sich im Wettbewerb behaupten zu können.

Einer der Schalthebel, die angegangen werden müssen, scheint die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen zu sein – für mehr Wohlbefinden und Motivation der Mitarbeiter. Konkret heißt das für die Raumgestaltung innerhalb der Firmen, individuelle Arbeitsweisen, das Alter, unterschiedliche Körperhaltungen und auch die Wahrung der Privatsphäre zu berücksichtigen. Die Mitarbeiter selbst sollten entscheiden können, wo und wie sie arbeiten. Gibt es dann für die Mittagspausen oder nach Feierabend die Möglichkeit, bei firmeneigenen Fitnessangeboten zu entspannen, sind die Weichen für mehr Motivation und somit auch Produktivität gestellt.

Damit Mitarbeiter mit Herz bei ihrem Job sind, sind natürlich auch deren Führungskräfte gefragt. Flache Hierarchien, Lob, Anerkennung und Feedback sind wichtige Schlüsselthemen. Regelmäßige Mitarbeitergespräche, offene Kommunikation und transparente Entscheidungen geben Mitarbeitern das Gefühl, dass ihre Arbeit gebraucht und auch geschätzt wird. Dies sollte sich allerdings auch in der Beförderungspraxis wiederspiegeln.

Motivation verlangt also eine Unternehmens- und Führungskultur, die den Mitarbeitern Wertschätzung, Respekt und Vertrauen entgegenbringt, Teilhabe ermöglicht und den Sinn der Aufgabe und des Unternehmensziels vermittelt.

Sind Frauen weniger wert?

7. März 2016 um 13:01 von Paula Schneider

GleichberechtigungMit der Gleichberechtigung der Geschlechter scheint es in Deutschland doch nicht ganz so weit her zu sein. Kaum zu glauben, aber die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten, dass laut Information der Bundesregierung, Männer 21,6% mehr verdienen als Frauen. Im europäischen Vergleich ist nur in Österreich und Estland die Differenz noch größer.

Wie kommt diese Lohnlücke zustande? Laut Bundesregierung existiert beim weiblichen Geschlecht eine „zumeist mittelbare Benachteiligung“. Was da heißen soll, dass sie nach wie vor weniger berufliche Möglichkeiten, Gehaltsperspektiven sowie Förder- und Aufstiegsmöglichkeiten hätten. Statistisch gesehen, sind Frauen häufiger im Dienstleistungsbereich tätig – häufig in Teilzeit und nur selten in gut bezahlten Führungspositionen.

Aber selbst bei gleicher Qualifikation und vergleichbarer Tätigkeit liegt der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen bei sage und schreibe sieben Prozent. Das wird von zwei Dritteln der Deutschen nicht gut geheißen. Aber was tun? Staatliche Regulierung durch neue Gesetze zur Chancengleichheit? Auf Seiten der Unternehmen: Eine geänderte Firmenpolitik zum Thema Gehalt und Vergütung? Beschwerden und Klagen der Betroffenen? Oder vielleicht doch Gehaltstransparenz?

 

Förderprogramm unternehmensWert:Mensch

28. Januar 2016 um 12:30 von Paula Schneider

Hochinteressant für kleine und mittelständische Unternehmen: Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den europäischen Sozialfonds, wird Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten bei der Gestaltung einer zukunftsorientierten Personalpolitik unter die Arme gegriffen. Mit professioneller Prozessberatung unter Beteiligung der Beschäftigten werden nachhaltige Veränderungen zu folgenden vier Handlungsfeldern angestoßen:

Personalführung
Gesundheit
Wissen & Kompetenz
Chancengleichheit & Diversity

Das Programm bezuschusst die Kosten der Beratung (max. 10 Beratungstage innerhalb von 9 Monaten) je nach Unternehmensgröße zu 50 oder 80 Prozent. Die Restkosten tragen die Unternehmen selbst.

Eine attraktive Chance kostengünstig passgenaue Unterstützung zu erhalten.

Detaillierte Informationen zu Förderkriterien, Vorgehensweise und Inhalten erhalten Sie unter: www.unternehmens-wert-mensch.de

 

 

Feelgood-Manager – Must have oder Schnickschnack?

8. Januar 2016 um 12:20 von Ruth Gaupels

feelgood obstEngagierte, innovative, zufriedene und treue Mitarbeiter und ein Unternehmen, das für junge Fachkräfte attraktiv ist. Welche Firma wünscht sich das nicht?

Um das zu erreichen, setzen mehr und mehr Unternehmen Feelgood-Manager ein, die sich um die Zufriedenheit der Mitarbeiter kümmern sollen. Einen Job, den es vor fünf Jahren noch nicht gegeben hat.

Wir sollen also morgens gerne zur Arbeit kommen und Unterstützung bei der Lösung unserer betrieblichen Probleme erhalten. Denn bekanntermaßen sind glückliche Mitarbeiter engagierter und produktiver.

Dabei sollte es um viel mehr gehen, als zu kurz gedachte Lösungsansätze wie einen Obstkorb oder einen Kicker im Aufenthaltsraum. Der Wohlfühlbeauftragte sollte ein Ohr an der Belegschaft haben, mehr über Ihre Bedürfnisse, Sorgen und Nöte erfahren, sollte also das Vertrauen der Mitarbeiter sowie der Führungskräfte genießen. Nur dann kann er ansetzen und seine Unterstützung anbieten, sei es z.B. bei der Wohnungssuche neuer Mitarbeiter, der Teambildung oder der Gesundheitsförderung. Er ist gleichzeitig für die Umsetzung, Vermittlung und manchmal auch Schlichtung zuständig. Das heißt im Fokus der Spezialisten für Unternehmenskultur stehen immer auf die Firma zugeschnittene, individuelle Lösungen, die über das Dekorieren und Einkaufen hinausgehen.

Dann sind die Feelgood-Manager auch mehr als schlichte Bespaßer!

Mittelständler aufgepasst

5. Januar 2016 um 10:31 von Ruth Gaupels

server-4.0Die Digitalsierung ist in allen betrieblichen und gesellschaftlichen Gestaltungsfeldern auf dem Vormarsch – dem kann sich mittlerweile niemand mehr entziehen. Das Netzwerk „Die Offensive Mittelstand“ der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ hat nach eigenen Angaben kürzlich in Berlin die Fachgruppe „Mittelstand 4.0“ gegründet. Damit der Mittelstand noch effektiver agieren kann, werden dort Projekte zum Thema 4.0 vorgestellt. Dadurch soll sich kleineren und mittleren Betrieben die Welt der „Cyber-Physical-Systems“ erschließen. Als solche bezeichnet man Systeme, in denen Arbeitsmittel, Prozesse, Objekte bis hin zu Alltagsgegenständen durch u. a. Programmierbarkeit, Speichervermögen und Sensoren „intelligent“ werden. Nicht nur die Industrie, sondern alle Dienstleistungs- sowie Arbeits- und Lebensprozesse sind betroffen.

Sogar Projekte folgender drei Bundesministerien werden mit einbezogen: Arbeit, Wirtschaft und Forschung.

Über aktuelle Entwicklungen der Fachgruppe können Sie sich hier informieren.

Unternehmenskultur mit Spaßfaktor

18. November 2015 um 9:47 von Ruth Gaupels

town-sign-749613_1280Schönwetterthema oder unverzichtbar? Im Kampf um die gefragten Fach- und Führungskräfte muss der deutsche Mittelstand schon einiges bieten, um mit den -bei Bewerbern gefragten- Großunternehmen mithalten zu können. Qualifizierte Nachwuchsführungskräfte für eine Anstellung bei einem häufig nur unter Insidern bekannten Hidden Champion zu begeistern – und dann oftmals fernab der Großstadtmetropole – wird zur alles entscheidenden Aufgabe. Und selbst wenn die Fachkräfte auch gefunden sind, gilt es sie zu motivieren, damit sie auch bleiben.

Was also tun? Von den Großen guckt sich der ein oder andere die Wohlfühlkultur ab, damit der Spaß bei der Arbeit nicht zu kurz kommt. Das Angebot reicht von unternehmenseigenen Bildungsakademien, die neben den fachlichen Weiterbildungen u.a. auch Sport-, Bastel- oder auch Kochkurse anbieten. Oder auch gesundes Essen aus der eigenen Kantine. Beliebt sind auch Chill-out-Zonen, in denen man zwischendurch einfach mal beim Kicker oder Kaffee entspannen kann. Natürlich nur mit flexiblen Arbeitszeiten bzw. Vetrauensarbeitszeitmodellen, damit das auch ohne schlechtes Gewissen möglich ist.

Wenn es dann noch eine betriebsinterne Kita gibt, wo auch die ganz Kleinen bis zu 3 Jahren betreut werden, scheint die Arbeitswelt perfekt.

Mal ehrlich: Funktioniert das wirklich, nur Wohlfühlkultur? Vermutlich nicht! Muss nicht die Botschaft an die Belegschaft sein, „wir sind eine erfolgreiches, dynamisches Unternehmen, das den Mitarbeitern zwar ein umfassendes Rundum-Sorglos-Paket bietet, aber auch eine klar leistungsorientierte Firmenkultur pflegt?“ Sollten nicht fixe Wochen- bis Jahresziele vorgegeben und in regelmäßigen Mitarbeitergesprächen klar transportiert werden? Einher gehend mit einer Bewertung der persönlichen Leistung des einzelnen? Läuft es gut und das gesteckte Ziel wird erreicht, könnte vielleicht eine Prämie fällig sein?

Es scheint also doch ein komplexes Thema zu sein, das nicht auf den Wellnessfaktor zu reduzieren ist.

Es steht also doch nicht so schlecht um die Arbeitszufriedenheit

10. August 2015 um 11:20 von Ruth Gaupels

poko140517rm_1316Wer hätte das gedacht? Burn-out und psychische Erkrankungen haben sich zum Dauerthema gemausert, aber die große Mehrheit der Deutschen ist zufrieden mit dem Job und geht gerne arbeiten. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ergab, dass 2013 nur jeder Achte Beschäftigte unzufrieden mit seiner Arbeit war. Und das unabhängig von der konjunkturellen Lage.

Zu den Unzufriedenen zählten in erster Linie Zeitarbeiter und Arbeitslose, die höchstens 15 Stunden die Woche arbeiten und sich natürlich eine andere berufliche Perspektive wünschen. Das sind auch diejenigen, die dann eher die Arbeitsstelle wechseln als zufriedene Beschäftigte.

Die Studie zeigte auch, dass, wie zu vermuten, die Persönlichkeit einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit ausübt. Skeptiker und Pessimisten, aber auch ängstliche Menschen, blicken wenig positiv in die berufliche Zukunft. Passen muss natürlich die Bezahlung der geleisteten Arbeit.

War die Unzufriedenheit der Ostdeutschen kurz nach der Wende im Vergleich zum Westen höher, hält sich das Niveau mittlerweile die Waage.

Arbeitgeber und Führungskräfte können sicherlich einen aktiven Beitrag zur Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter leisten. Interessantes zum Thema Mitarbeitermotivation erfahren Sie hier