Filmprojekt „Vernetzes Führen“

8. Juli 2016 um 12:46 von Petra Wagner

Die Macher von Cinco Systems haben einen neuen 50-minütigen Film herausgebracht „Vernetzes Führen“. Ziel dieses Films ist es, an Praxisbeispielen zu zeigen, wie es Organisationen schaffen, interne und externe Kooperation erfolgreich zu etablieren und diese durch innovative Lösungen in Wirtschaft und Gesellschaft umzusetzen. Die Einsatz-Bandbreite ist vielseitig, angefangen von der Technologie, Gesundheit, Umwelt bis hin zur Produktion.

Dahinter steckt die Vision, dass wichtige Zukunftsfragen und komplexe Herausforderungen durch Kooperation und vernetzte Führung gelöst werden. Denn erst durch das gemeinsame Bewältigen schwieriger Probleme, empfinden Arbeitnehmer ihre Arbeit wieder als sinngebend – nicht zuletzt weil verschiedene Kompetenzen und Ressourcen wirkungsvoll verknüpft werden können.

Wichtig sei allerdings, dass Kooperationen strategisch aufgebaut und eingeführt sowie professionell gesteuert werden müssen. Dazu sind gleichermaßen Erfahrung wie auch Experimentierfreude gefragt. Das beginnt im Kleinen bei der kooperativen Führung der einzelnen Führungskraft, die, wenn alle Kollegen mitziehen, aus Individuen eine Gruppe formt, die füreinander einsteht. Für das Erreichen gemeinsamer Ziele, wird

Verantwortung geteilt und sich mit Gleichgesinnten vernetzt – natürlich unter Berücksichtigung sozialer und organisatorischer Faktoren.

Den Film „Vernetzes Führen“ gibt es in drei Versionen:

  • Kostenlose Version zur rein privaten Nutzung
  • Kommerzielle Version für Unternehmen bzw. gewerbliche oder öffentliche Veranstaltungen
  • Non-Profit-Version zum reduzierten Preis

Ein interessantes Projekt, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Die Guten in Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

15. Juni 2016 um 8:35 von Sabine Schultz

Vertrauen in UnternehmenSchon Aschenputtel hatte die Aufgabe auszusortieren: Die Befragten einer Bertelsmann Studie hatten damit auch kein Problem. Sie sollten entscheiden, wer mehr Gutes für die Gesellschaft tue, kleine bzw. mittlere Unternehmen oder Großkonzerne. Entscheidende Kriterien waren, wie die Unternehmen ihre Mitarbeiter behandeln, ob sie Ethik-Regeln einhalten und sich für den Umwelt- und Naturschutz einsetzen.

Mit dem Ergebnis, dass das Vertrauen in familiengeführte, kleine und mittlere Firmen größer ist, als in börsennotierte Unternehmen. Ganze zwei Drittel der Befragten sind davon überzeugt, dass Familienunternehmen mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Dies traut lediglich ein Drittel der Befragten großen Unternehmen zu. Verantwortungsbewusstes Handeln wird so definiert, dass Arbeitsplätze geschaffen, die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt werden sowie Sorge getragen wird für Umwelt, Kunden und Lieferanten. Entscheidend sei auch, dass die Geschäfte offen und transparent geführt würden. Für 70% der Befragten werden diese Kriterien von kleinen bis mittelgroßen Familienunternehmen erfüllt.

Folglich ziehen die meisten Produkte oder Dienstleistungen der Unternehmen vor, die sich nachweislich für die Lösung gesellschaftlicher Probleme einsetzen.

Viele börsenorientierte Unternehmen sind also gefragt nachzubessern und sich das Vertrauen der Kunden erst einmal zu verdienen. Denn keiner kann es sich leisten, die Akzeptanz der Gesellschaft und somit die Grundlage der Geschäftstätigkeit zu verlieren.

Und dann klappt es vielleicht auch mit dem goldenen Kleid und den dazu passenden Schuhen!

Führungsfrauen – macht mal piep!

6. Mai 2016 um 12:30 von Paula Schneider

Man sollte eigentlich meinen, Frauen in Führungspositionen sind etwas Selbstverständliches. Tatsächlich ist es für Frauen aber häufig schwierig, sich auf Führungsposten zu etablieren.

2012 wurde aus dem Grund der „PANDA Women Leadership Contest“ ins Leben gerufen. Eine Plattform für die persönliche Weiterentwicklung der Frauen in Führungsetagen. Unternehmen haben dort die Möglichkeit, 200 ausgewählte weibliche Führungskräfte zu kontaktieren und sich mit ihnen auszutauschen. Damen aus verschiedensten Unternehmensfeldern, die sich sonst vermutlich nicht treffen würden.  Die Plattform bietet ein breites Netzwerk, Austausch zu Führungsthemen, Feedback zur eigenen Wirkung und auch Trainings. Denn leider ist es heute nach wie vor so, dass Frauen in der modernen – häufig männlich dominierten Arbeitswelt – benachteiligt werden. Viele von ihnen haben Probleme in das Top-Management aufzusteigen und dann noch das gleiche zu verdienen, wie die männlichen Kollegen.

Die Firmen, die mithilfe von „PANDA“ ihre Frauen voranbringen möchten, haben zudem die Möglichkeit ihre eigenen Netzwerke zu erweitern, nicht nur was mögliche Mitarbeiterinnen angeht, sondern auch im Hinblick auf Geschäftsbeziehungen und Partnerschaften.

Übergeordnetes Ziel der Plattform ist es, die Situation der weiblichen Führungskräfte in Deutschland, im europäischen Vergleich zu verbessern und gleichzeitig den Anteil der Frauen zu erhöhen.

Mehr Infos zu PANDA

Alles gleichzeitig – funktioniert das?

1. März 2016 um 15:27 von Sabine Schultz

multitasking„Frauen sind multitaskingfähig“ hört man immer wieder. Eine Verallgemeinerung, an der wenig dran zu sein scheint. Wissenschaftler der Universität Utah haben herausgefunden, dass lediglich 2% aller Menschen „Supertasker“ sind. Und besonders diejenigen, die immer von sich behaupten, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können, schneiden in Tests häufig am schlechtesten ab.

Im Büro ist es gang und gäbe: Projektarbeit, gleichzeitig Mails checken, telefonieren und Neuigkeiten im Internet verfolgen. Kaum jemand kann Dinge konzentriert von Anfang bis Ende bearbeiten. Einige Kollegen scheinen dadurch besser abliefern zu können, aber viele andere sind überfordert, die Arbeitseffizienz leidet und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Varianten des Multitaskings unterscheiden. Die erste bedeutet, dass mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen (z.B. während einer Besprechung Mails abfragen). Bei der zweiten Variante existieren mehrere Aufgaben, die in einem gesetzten Zeitrahmen zu erledigen sind. D.h. Dinge werden nicht wirklich gleichzeitig gemacht, sondern die Bearbeiter hüpfen von einem Thema zum nächsten.

In beiden Fällen ist es für das Gehirn ein ständiges „Tanzen auf mehreren Hochzeiten“ und sich immer wieder in wechselnde Themen hineindenken müssen. Durch diese kognitive Belastung, berichtet die BBC, fällt das Ergebnis der einzelnen Aufgabe generell schlechter aus, als würde sie isoliert abgewickelt.

Studien amerikanischer Wissenschaftler haben gezeigt, dass es bestimmte Bedingungen gibt, unten denen Multitasking besser funktioniert als sonst. Sobald z.B. mehrere Dinge unter Zeitdruck gleichzeitig abgearbeitet werden müssen, verringern sich die Reibungsverluste beim Übergang zwischen den Themen. Die Menschen scheinen die Komplexität ihrer Probleme zu reduzieren und der Themensprung fällt ihnen leichter.

Weiterhin haben die Studien ergeben, dass bei sich ähnelnden Tätigkeiten   schwieriger wird und einfacher, je unterschiedlicher sie sind. Beispiel: Telefonieren und gleichzeitig mailen überfordert uns, aber gleichzeitig zu joggen und sich zu unterhalten macht uns keine Probleme. Und interessanterweise haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass die Leistung in einem Bereich gesteigert werden kann, wenn sie von einer anderen Aktivität begleitet wird. Laut der Studie fuhren z.B. 25% der Probanden schneller auf einem Trainingsrad, wenn sie parallel kognitive Tests zu lösen hatten.

Mmmh, was sagt uns das jetzt? Setzt uns noch mehr unter Zeitdruck, gebt uns Deadlines und Aufgaben aus den unterschiedlichsten Bereichen, vergesst die Motivation nicht und alles wird gut?

Filmprojekt AUGENHÖHEwege

29. Februar 2016 um 12:58 von Petra Wagner

AugenhöheMit AUGENHÖHEwege hat am 4. März der zweite Film über Organisationen, die Einiges anders und Vieles besser machen, Premiere. Wie im ersten Filmprojekt haben wieder viele interessante, mutige Unternehmen Einblicke gewährt. Unternehmen, die sich dem Ziel verschrieben haben, eine kooperativere, menschliche Arbeitskultur zu etablieren – alte Muster aufzubrechen, neue Weg zu beschreiten und offen zu sein für kreative Entwicklungen.

 An 10 Orten im deutschsprachigen Raum wird die Premiere gezeigt, anschließend besteht die Möglichkeit, den Film -wo auch immer Interesse besteht, z.B. in Unternehmen, Schulen, Verbänden- zu zeigen und zu diskutieren.

 Einzelheiten dazu finden Sie unter http://augenhoehe-wege.de

 Interessenten aus dem Raum Heidelberg haben am 22. März 2016 ab 19.00 h die Möglichkeit, das Filmprojekt anzuschauen und sich anschließend darüber mit allen Anwesenden auszutauschen (http://dai-heidelberg.de/de/veranstaltungen/auf-augenhoehe-2-13241)

 

 

 

Leitfaden weist Unternehmen den Weg zu hörfreundlichen Arbeitsplätzen

21. Januar 2016 um 10:34 von Gerlinde Rau

ExpertHead_Set_PCen, Betroffene und Unternehmen haben im Rahmen des Projektes hörkomm.de einen Leitfaden für das barrierefreie Hören und Kommunizieren in der Arbeitswelt entwickelt. Er richtet sich an Verantwortliche in Betrieben, etwa aus den Bereichen Personal- oder Gesundheitsmanagement, Schwerbehindertenvertretung, sowie an Menschen mit Hördefiziten. Der Leitfaden ist online unter www.hoerkomm.de verfügbar.
Der Leitfaden „Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt“ ist in übersichtliche Rubriken unterteilt, in denen konkrete Vorgehensweisen dargestellt und in Checklisten prägnant zusammengefasst sind. Die Anwender erfahren beispielsweise, mit welchen Aktionen und Maßnahmen Mitarbeiter für das Thema Hören sensibilisiert werden können. Sie erhalten Antworten, wie die Raumakustik verbessert werden kann, warum Schriftdolmetscher und Kommunikationsanlagen wichtige Unterstützungen darstellen und wie Alarmsysteme für hörbehinderte Menschen beschaffen sein müssen. Best-Practice-Beispiele zeigen, wie Unternehmen gute Lösungen bereits umgesetzt haben.

Rund 15 Millionen Menschen in Deutschland sind schwerhörig, ab 50 Jahren ist es bereits jeder Vierte. Besonders im Berufsleben stoßen schwerhörige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf viele Hörbarrieren. Was in Unternehmen getan werden kann, um Hindernisse abzubauen und die Inklusion schwerhöriger Mitarbeiter voranzutreiben, ist meist nicht bekannt. Hier helfen die Angebote von hörkomm.de.
Das Projekt wurde von der DIAS GmbH, einem Hamburger Forschungs- und Dienst-leistungsunternehmen mit den Schwerpunkten Inklusion und Barrierefreiheit, durchgeführt und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

Stress und Burn-out im Berufsalltag

15. Dezember 2015 um 11:17 von Sina Zimmermann

Der Arbeitsalltag hat sich für viele drastisch verändert: höheres Arbeitstempo bei gleichzeitig höheren Qualitätsansprüchen führen schnell zu Versagensängsten und Überforderung. Oft ist totale Erschöpfung oder sogar Burn-out die Folge: Man fühlt sich leer und »ausgebrannt«.

Doch nicht nur die Betroffenen selbst leiden erheblich, auch dem Unternehmen entsteht durch die dauerhaft reduzierte Arbeitsleistung beträchtlicher Schaden.

Aber was können Führungskräfte tun, um Burn-out bei Ihren Mitarbeitern zu vermeiden?

Rita Gehling, Dipl.-Sozialpädagogin und Coach, gibt in einem kurzen Video Antworten auf diese und weitere Fragen.

Sitzstreik im Büro des Vorgesetzten kann Kündigung rechtfertigen

22. Juni 2015 um 10:29 von Ulrich Schulze

In dem vor dem LAG Schleswig-Holstein verhandelten Fall (LAG Schleswig-Holstein 6.5.2015, 3 Sa 354/14) suchte eine Abteilungsleiterin das Büro ihres Vorgesetzten auf, um zum wiederholten Male  über eine Gehaltserhöhung zu sprechen. Nachdem der Vorgesetzte ihre Forderung erneut zurückwies, erkärte sie, das Büro erst verlassen zu wollen, wenn ihre Forderung nach mehr Gehalt erfüllt werde. Weder kam sie der Aufforderung, das Büro zu verlassen, nach, noch stimmte sie einer Vermittlung durch ihren Ehemann oder dem Betriebsrat zu. Auch die Drohung mit der Polizei und der Kündigung des Arbeitsverhältnisses brachten sie nicht dazu, das Büro zu verlassen. Erst nach drei Stunden rief der Vorgesetzte tatsächlich die Polizei, die die Abteilungsleiterin aus dem Büro begleitete. Der Arbeitgeber kündigte daraufhin das Arbeitsverhältnis außerordentlich, hilfsweise ordentlich.

Während das LAG in zweiter Instanz die außerordentliche Kündigung wegen des lange bestehenden Arbeitsverhältnisses für unwirksam erklärte, griff die ordentliche Kündigung hier durch. Als Führungskraft sei sie auch Vorbild und habe durch die beharrliche Weigerung, das Büro zu verlassen, eine schwere Pflichtverletzung begangen, die die Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung rechtfertige.

Mindestlohn gilt vorerst nicht für LKW Fahrer des Transitverkehrs

19. Februar 2015 um 16:08 von Gerlinde Rau

truck-509467_1280Nach der Einführung des Gesetzes über den Mindestlohn sind Kritiken an einigen Regelungen aufgekommen. Das Mindestlohngesetz umfasste zum Beispiel auch die LKW Fahrer ausländischer Staaten, die mit ihrem LKW Deutschland durchqueren.  Insbesondere Polen und Tschechien übten hier Kritik und befürchteten, aufgrund der zeitlichen Aspekte, die diesbezügliche Kontrollen mit sich gebracht hätten, erhebliche finanzielle Einbußen, bis hin zum Verlust ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Der Mindestlohn von 8,50 € hätte demnach auch LKW Fahrern gewährt werden müssen, die Deutschland lediglich passieren.

Stellt die deutsche Regierung Regelungen auf, so kann sie diese mitunter nur sehr eingeschränkt für die Bürger anderer Staaten verbindlich machen. Es ist sicherlich richtig, dass die Fahrer von LKW´s, die in Deutschalnd be- und entladen werden, ggf. unter die deutschen Regelungen fallen. Für den sog. Transitverkehr, also den Verkehr, der nur durch Deutschland „hindurchführt“, mag dies wohl fraglich sein. Die Arbeitsministerin Andrea Nahles geht von einer Europarechtskonformität des Mindestlohngesetzes auch in dieser Hinsicht aus. Die europäische Kommission wird aber noch zu prüfen haben, ob die Regelung zum Mindestlohn für den Transitverkehr mit europäischem Recht vereinbar ist.

Zumindest bis zu einer Entscheidung der europäischen Kommission zur Europarechtskonformität der Mindestlohnregelung für den Transitverkehr, sind diese ausgesetzt.

Neues zu arbeitsrechtlichen Entscheidungen und Gesetzesvorhaben erfahren Sie, immer tagesaktuell, in unserem Seminar „Update Arbeitsrecht“

Grenzen der freien Meinungsäußerung

21. Januar 2015 um 15:57 von Sina Zimmermann

Meinungsfreiheit – SchmähungDas Recht auf Meinungsäußerung gehört zu den Grundrechten aller Staatsbürger. Jedoch gibt es Ausnahmen, wie beispielsweise Beleidigungen und üble Nachrede. Diese Grenzen gelten auch im Arbeitsleben, wo Diffamierungen Ihrer Kollegen, Ihrer Vorgesetzten oder des Unternehmens schnell zu Problemen führen können.
Konsequenzen von beleidigenden Äußerungen, aber auch von bewusst gestreuten, wahrheitswidrigen Behauptungen können zu einer verhaltensbedingen Kündigung und in besonders schweren Fällen sogar zu einer außergewöhnlichen Kündigung führen.
Geschehen die Äußerungen im kleinen Kreis der Familie oder im Kollegenkreis, so fallen die Urteile in der Regel zu Gunsten der Mitarbeiter aus. Es handelt sich aber um Einzelfall-Entscheidungen bei der auch die Vorgeschichte des Mitarbeiters sowie das Verhältnis zum Zuhörerkreis mitentscheidend ist.
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