Das Büro – gestern und heute

23. November 2017 um 9:45 von Sabine Schultz

Das Büro - gestern und heuteHaben Sie noch einen eigenen Arbeitsplatz? Oder müssen Sie sich morgens, wenn Sie im Unternehmen ankommen, erst einmal einen freien Schreibtisch suchen? Frei nach dem Prinzip: wer zuerst kommt, mahlt zuerst? Da sind die besten Plätze schnell weg, insbesondere, wenn man zu denen gehört, die morgens lieber etwas später anfangen.
Hat man früher in der Regel Einzel- oder Zweierbüros angetroffen, sind mittlerweile Großraumbüros – mit teilweise wechselnden Schreibtischen – im Trend.

Fördermittel für betriebliche Lern- und Experimentierräume

22. August 2017 um 12:58 von Sabine Schultz

Im Juni 2017 hat Arbeitsministerin Nahles die Einrichtung betrieblicher Lern- und Experimentierräume ins Leben gerufen. Dazu können Unternehmen bzw. Verwaltungen Fördermittel beantragen. Nähere Informationen finden Sie in der Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“.
Die Entwicklung und Erprobung dieser Innovation wird von der Initiative neue Qualität der Arbeit unterstützt.

Dahinter steckt die Idee, dass Unternehmen – gemeinsam mit den Beschäftigten – in geschützten Räumen neue Arbeitsweisen in den Bereichen Führung, Chancengleichheit, Teilhabe, Gesundheit oder Wissensmanagement erproben können. Mit dem Ziel innovative Lösungen für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt zu entwickeln – begleitet und evaluiert durch wissenschaftliche Einrichtungen.

Teilnehmende Unternehmen können ihre Ergebnisse auf dem Online-Portal www.experimentierräume.de präsentieren und sich mit anderen Teilnehmern austauschen. Bis zum 30.10.17 können sich antragsberechtigte Unternehmen um eine Förderung bewerben. Diese würde im ersten Halbjahr 2018 beginnen und sich über maximal drei Jahre erstrecken.

Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren, den Förderbedingungen und dem Leistungsumfang erhalten Sie hier

Zufrieden mit der Arbeitsplatzsituation

21. Juli 2017 um 14:58 von Sabine Schultz

Zufrieden mit der ArbeitsplatzsituationNa, das lässt hoffen! Immerhin zwei Drittel der deutschen Berufstätigen sind mit ihrer Arbeitsplatzsituation grundsätzlich zufrieden und sogar 46% freuen sich morgens auf die Arbeit. Nur 17% freuen sich fast nie oder eher selten auf den Job.

Das geht aus der Langzeitumfrage von „Qualtrics“, einem Anbieter von Experience-Management-Software, hervor. Sie befragen in regelmäßigen Abständen vollzeitbeschäftigte Arbeiternehmer aller Bundesländer zur Jobzufriedenheit, Arbeitsmotivation und der wahrgenommenen Sicherheit ihres Beschäftigungsverhältnisses.

Der 6-Stunden-Tag: einen Versuch wert?

22. Juni 2017 um 8:52 von Sabine Schultz

Der 6-Stunden-TagGöteborg in Schweden: Dort wurde ein zweijähriges Experiment beendet, bei dem Mitarbeiter eines staatlichen Altersheimes statt acht Stunden, täglich nur sechs Stunden arbeiteten – und das bei vollem Lohnausgleich. Mit dem Ergebnis, dass angeblich die Beschäftigten motivierter und seltener krank waren und zudem viel produktiver.

Wie denken deutsche Arbeitnehmer über das 6-Stunden-Tag-Modell – allerdings ohne vollen Lohnausgleich? Dazu hat Viking eine Studie vom britischen Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov durchführen lassen. Im Februar 2017 wurden 1017 deutsche Berufstätige ab 18 Jahren aufwärts befragt.

Qualifizierte und flexible Fachkräfte – wo seid ihr?

4. Mai 2017 um 8:48 von Sabine Schultz

Die Prüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hat für das Mittelstandsbarometer 3.000 mittelständische deutsche Unternehmen zur aktuellen Geschäftsentwicklung befragt. Die Hälfte von ihnen ist damit absolut zufrieden. Und 38% gehen von einer Verbesserung der Lage im kommenden Jahr aus. Das hat es lange nicht gegeben.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: der Fachkräftemangel macht vielen zu schaffen. Im Zeitalter des schnellen technologischen und wirtschaftlichen Wandels werden hoch qualifizierte und flexible Fachkräfte immer wichtiger für den Erfolg der Unternehmen. Ein Drittel aller mittelständischen Unternehmen wolle zwar neue Jobs schaffen, aber 78% tun sich schwer damit, geeignete Mitarbeiter zu finden. Das gelte insbesondere für die Branchen Kraftfahrzeugbau und Elektrotechnik. Dadurch entstehe ein immenser wirtschaftlicher Schaden.

So gesund leben deutsche Führungskräfte

20. April 2017 um 10:36 von Sabine Schultz

Da sag doch einer, Chefs leben nicht gesund. Eine Umfrage der Max Grundig Klinik unter 1.000 Führungskräften hat ergeben, dass Führungskräfte sich mehr als doppelt so oft vegetarisch oder vegan ernähren als der deutsche Durchschnitt. Ganze 11% von Ihnen leben vegetarisch und 2% vegan – unter den Frauen waren es sogar ganze 16% und 3%.
Und tatsächlich gaben mehr als die Hälfte aller Führungskräfte an, dass sie eine vegetarische Ernährung für gesünder hielten und ihren Fleischkonsum reduziert haben bzw. es vorhaben.

No risk, no fun?

14. März 2017 um 9:45 von Sabine Schultz

Ist es das, was Männer risikofreudiger macht als Frauen? Der Spaßfaktor? Das weibliche Geschlecht scheut eher das Risiko. Absolute Klischees, denken Sie? Es scheint aber tatsächlich etwas dran zu sein, fanden Forscher des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) heraus.

Insbesondere im Team hat der Geschlechteranteil erheblichen Einfluss darauf, wie risikoreich eine getroffene Entscheidung ausfällt. Ist der Männeranteil hoch, birgt die Entscheidung ein hohes Risiko. Ist sie umgekehrt gering und die Damen dominieren, ist die Risikobereitschaft deutlich geringer. Das deckt sich auch mit verhaltensökonomischen Erkenntnissen. Beides ist natürlich nicht wirklich optimal. Was lernen wir also daraus? Möchte man einen ausgewogenen Beschluss, sollten beide Geschlechter gleichermaßen vertreten sein. Je gemischter das Team, desto besser die Entscheidungen. Das spricht natürlich auch für die viel diskutierte und umstrittene Frauenquote im Aufsichtsrat bzw. Vorstand.

R2-D2 übernehmen Sie!

12. Januar 2017 um 13:17 von Sabine Schultz

FK-RoboterIndustrie 4.0 ist in aller Munde. Diese technische Revolution sorgt dafür, dass zunehmend auch Roboter, Drohnen oder andere künstliche Intelligenz in Unternehmen eingesetzt werden. Sind sie dabei nur der intelligente Helfer des Menschen oder können sie ihn gar ersetzen? Zu Recht macht sich der ein oder andere Sorgen, diese könnten möglicherweise den eigenen Job komplett übernehmen.

Die Industrieländer stehen vor einer großen Herausforderung. Der Vielzahl von Arbeitnehmern steht einer digitalen Arbeitswelt entgegen, deren Auswirkungen vermutlich noch nicht richtig eingeschätzt werden können. Wird der Mensch bald aufs Abstellgleis gestellt? In zahlreichen deutschen Produktionshallen ist es bereits so, dass Maschinen und Software, die von wenigen Fachkräften bedient werden, die komplette Fertigung übernommen haben. Auch erste Roboter-Paketboten und Drohnen, die im ländlichen Bereich den Postboten ersetzen, werden bereits getestet.

Innere Kündigung – nein danke!

27. Oktober 2016 um 9:16 von Sabine Schultz

innere-kuendigungWenn der Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vorschrift macht, hat das nicht nur negative Konsequenzen für ihn persönlich, sondern wirkt sich  auch nachteilig für den Arbeitgeber aus. In zahlreichen Studien wird immer wieder über das Engagement deutscher Arbeitnehmer berichtet. Laut aktuellem Forschungsbericht der Initiative Gesundheit und Arbeit „Engagement erhalten, innere Kündigung vermeiden“, hat jeder fünfte Arbeitnehmer bereits innerlich gekündigt. D.h. sie machen nur noch Dienst nach Vorschrift, sind oft krank und das Arbeitsergebnis lässt zu wünschen übrig.

Bewerbungs- und Vorstellungskosten – wer zahlt?

6. September 2016 um 15:02 von Sabine Schultz

bewerbungGrundsätzlich zahlt der Bewerber selbst die Kosten für die Anfertigung der Bewerbungsunterlagen, also für die Mappe, Foto, Kopien, Porto usw.

Wird der Bewerber daraufhin zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, trägt der potenzielle Arbeitgeber die daraufhin entstandenen Kosten wie z.B. Fahrtkosten, Verpflegungskosten und ggf. Übernachtungskosten. Es sei denn, der Arbeitgeber hat diese Kostenübernahme bereits im Vorfeld explizit ausgeschlossen. Der Zeitaufwand des Bewerbers selbst ist nicht auszugleichen.
Für den Anspruch auf Kostenerstattung ist es übrigens völlig unerheblich, ob es im Anschluss an das Vorstellungsgespräch zu einer Einstellung kommt oder nicht.

Sind gewisse Voraussetzungen erfüllt, ist es auch möglich, dass die Bewerbungskosten (teilweise) von der Arbeitsagentur übernommen werden. Sie beteiligt sich ggf. mit einem Pauschalbetrag. Wie hoch dieser ausfällt, hängt von der jeweils zuständigen Agentur ab. Lehnt der potenzielle Arbeitgeber die Erstattung der Fahrtkosten zum Gespräch ab, kann die Agentur für Arbeit die Fahrtkosten des Jobsuchenden übernehmen. Voraussetzung dafür ist u.a. ein ordnungsgemäßer Antrag des Bewerbers.

Umgang mit Bewerbungsunterlagen – was muss der Arbeitgeber beachten?

Durch das Zusenden der Bewerbungsunterlagen entsteht zwischen Bewerber und möglichem Arbeitgeber ein „Anbahnungsverhältnis“. Dies verpflichtet den Arbeitgeber, die ihm gesandten Unterlagen sorgfältig aufzuheben und auf eigene Rechnung unbeschädigt zurückzusenden. Kommt es zu einer Einstellung, wandern die Unterlagen in die Personalakte.

Schickt der Jobsuchende eine Initiativbewerbung, gelten diese Verpflichtungen des Arbeitgebers nach herrschender Ansicht nicht. Der Arbeitgeber ist in diesem Fall nicht zur Aufbewahrung und Zurücksendung der Unterlagen verpflichtet.

Vorstellungsgespräch: Welche Fragen sind zulässig?

Im Rahmen des Vorstellungsgesprächs darf der potenzielle Arbeitgeber Fragen stellen, an deren Antworten er ein berechtigtes und schützenswertes Interesse hat. Dieses Interesse muss stärker sein, als das Persönlichkeitsrecht des Bewerbers und sein Interesse, die Lebensumstände nicht offen legen zu müssen. Bei arbeitsplatzbezogenen Fragen ist dies auch der Fall. Werden Sie also nach Ihrem beruflichen Werdegang, Ihren Qualifikationen oder Ihren Erwartungen an den möglichen neuen Arbeitsplatz gefragt, ist dies zulässig und Sie müssen wahrheitsgemäß antworten. Tun Sie dies nicht und diese Täuschung führt zum Abschluss des Arbeitsvertrages, wäre der Arbeitgeber berechtigt, den geschlossenen Arbeitsvertrag im Nachhinein anzufechten.

Es gibt aber auch viele unzulässige Fragen: z.B. die nach dem Beziehungsstand, der Konfession oder der politischen Gesinnung. Diese Fragen stehen nicht in unmittelbarer Beziehung zum späteren Arbeitsverhältnis und müssen daher nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden. Im Gegenteil: Hier steht Ihnen das Recht zur Lüge zu.

Hat der Bewerber eine „Offenbarungspflicht“?

Grundsätzlich ist es Sache des Arbeitgebers, die aus seiner Sicht für die Einstellung maßgeblichen Umstände aufzudecken. Der Bewerber hat dann eine eigenständige Auskunftspflicht, wenn ihm aufgrund bestimmter Gegebenheiten, die Erfüllung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten unmöglich gemacht werden.

Unser Inhouse-Seminar zu dem Thema:

Bewerbungsverfahren rechtssicher gestalten

Das AGG in der Personalpraxis