Betriebsratswahl: Anfechtungsurteil hinauszögern ist mutwillig

30. April 2018 um 15:15 von Bastian Funk

Legt der amtierende Betriebsrat gegen das Anfechtungsurteil über die Betriebsratswahl eine „Nichtzulassungsbeschwerde“ ein und bei der Rechtsverfolgung definitiv ein Unterliegen zu erwarten ist, braucht der Arbeitgeber diese Anwaltskosten nicht zu übernehmen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG).

Im Betriebsverfassungsgesetz unter § 40 steht geschrieben, dass alle für die Betriebsratsarbeit anfallenden Kosten, wie Internet, Büromaterial, Telefon, Fachliteratur, auf das Konto des Arbeitgebers gehen – auch die Ausgaben für Rechtsstreitigkeiten, wenn detailliert geprüft wird, ob die wesentlichen Vorschriften über das Wahlrecht, das Wahlverfahren oder die Wählbarkeit eingehalten wurden. Die Kosten des Anfechtungsverfahrens trägt gemäß § 20 Abs. 3 BetrVG der Arbeitgeber. Warum entschied das BAG so – wie kam es zu einer solchen Ausnahme?

Eigene Lernplattform für Auszubildende

9. Oktober 2017 um 12:38 von Bastian Funk

Wissensvermittlung neu gedacht

Im überbetrieblichen Ausbildungszentrum in Gütersloh lernen die Auszubildenden mit einer eigenen Lernplattform. Der Hintergrund dieser Entwicklung ist folgender: Im Ausbildungszentrum Gütersloh hat sich in den letzten Jahren immer mehr herauskristallisiert, dass sich die Art und Weise, wie junge Auszubildende das Wissen aufnehmen, geändert hat. Viele der Lehrlinge haben zum Beispiel zunehmend Probleme mit dem traditionellen Frontalunterricht. Ein Schlüssel zum Erfolg, das Wissen gezielt an den „Azubi“ zu bringen, ist es auch die Ausbildung zu individualisieren. Das geschieht nicht vornehmend durch Inhalte, sondern durch eine methodisch-didaktische und abwechslungsreich gestaltete Wissensvermittlung. Doch gerade für traditionell geprägte Unternehmen kann dieses Format eine sehr große Herausforderung sein.